Adventskonzert

Samstag, 20. Dezember 2025 um 19h30

Französische Kirche, Bern

Ein Seelenwärmer soll das Adventsprogramm 2025 des Collegium Vocale Bern sein, für das Publikum wie auch für die Singenden und Musizierenden selbst. Was liegt da näher als Englische Christmas Carols?

Wer sich im Dezember mit musikalisch gespitzten Ohren in England bewegt, trifft sie auf Schritt und Tritt, in den Kirchen, im Konzertsaal, in den Schulen, aber auch aus den Lautsprechern im Warenhaus erklingen sie: Die Christmas Carols.

 

Das Carol hat seinen Ursprung im 12. Jahrhundert in Frankreich als Carole oder Kreistanz- und Prozessionslied. Bis zum 15. Jahrhundert war der Begriff in England, besonders für die Lieder der Weihnachtszeit, fest verankert. Ab dem 19. Jahrhundert erlebten diese Lieder eine Renaissance, die bis heute in England ununterbrochen anhält. Es gibt Carols für die Osterzeit, für den Advent,

aber auch weltliche Carols. Doch es ist an Weihnachten, wo man die meisten und schönsten dieser populären Texte und Melodien findet.

 

Die Texte und Melodien in unserem Programm umspannen fast 600 Jahre. John Rutter, der Komponist, Arrangeur, Dichter und Herausgeber von mehreren wichtigen Carol-Sammlungen, der 2025 seinen achtzigsten Geburtstag feiert, darf natürlich in unserem Programm nicht fehlen. Daneben singen wir Carols, a capella und begleitet von einem Streichorchester, die von verschiedenen englischen Komponistinnen und Komponisten arrangiert worden sind.

 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen.

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Französische Chorromantik

Freitag, 27. Juni 2025 um 19h30

Samstag, 28. Juni 2025 um 18h30

Schloss Holligen, Bern

Wer bin ich? Im Hier und Jetzt, mit all meinen Gefühlen und in Beziehung zu anderen? In der Zeit der Romantik fokussierte die Kunst auf das Selbst ebenso wie auf Begegnungen zwischen Mensch und Mensch oder Mensch und Natur. Tiefe emotionale Ausdruckskraft, Eleganz, Intimität, Raffinesse Sehnsucht und funkelnde Klangfarben zeichnen die Kompositionen aus. Werke aus der Zeit der französischen Spätromantik, geschrieben von einer Komponistin und vier Komponisten, für Chor a capella und mit Klavierbegleitung. Introvertiert, melancholisch, traurig und auch glücklich – so kann diese Musik beschrieben werden.

 

Gabriel Fauré, Jules Massenet und Camille Saint-Saëns gehören der ersten Generation dieser spätromantischen Musikepoche Frankreichs an. Reynaldo Hahn und Lili Boulanger steigen in deren Fussstapfen.

Im Stile des französischen «fin de siècle» werden unter anderem Geister, das Hirtenleben und der Sonnenaufgang besungen, es erklingen ein christliches, ein buddhistisches Gebet und wir tauchen auch in die griechische Götterwelt ein.

 

Programmhöhepunkt sind sicherlich die Vertonungen von Lili Boulanger. Sie gewinnt mit 19 Jahren als erste Frau den begehrten «Prix de Rome». Ab jetzt wird die Hochbegabte mit Konzertangeboten, Stipendien und Preisen überschüttet. Ein Pensum, das sie kaum bewältigen kann. Trotzdem arbeitet

sie wie eine Besessene, komponiert harmonisch radikal, jenseits aller klassisch romantischer Regeln, von einer ganz individuellen Klangfarbe geprägt.

Viel Zeit bleibt ihr nicht. Am 15. März 1918 stirbt die 24-jährige Künstlerin, die mit ihrer einzigartigen Musiksprache den französischen Impressionismus entscheidend geprägt hat.

 

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