Juni 2014 - Meine Freundin, du bist schön

Vertonungen aus dem Hohelied der Liebe

 

John Dunstable (1390-1453) - Quam pulchra es et quam decora

Tomas Luis de Victoria (1548-1611) - Nigra sum sed formosa

Claudio Monteverdi (1567-1643) - Pulchrae sunt genae tuae

Melchior Franck (1580-1639) - Fahet uns die Füchse / Meine Schwester, liebe Braut

Heinrich Schütz (1585-1672) - Stehe auf, meine Freundin

Giacomo Carissimi (1604-1674) - Pulchra et decora

Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) - Pulchra es et decora

Edvard Grieg (1843-1907) -  Hvad est du dog skjön

William Walton (1902-1983) -  Set me as a seal upon thine heart

Maurice Duruflé (1902-1986) - Tota pulchra es

Wael Sami Elkholy (*1976) -  „Hohe Liebe“ Uraufführung

 

Daten:

Freitag, 20. Juni 2014, 20.00 Uhr

Samstag, 21.Juni 2014, 20.00 Uhr

Kapelle der Französischen Kirche Bern


 

Collegium Vocale Bern

Wael Sami Elkholy, Oud und Gesang

Armin Bereuter, Kontrabass

Marc Fitze, Orgel

Leitung: Michael Kreis

Bis heute ziehen uns die poetischen und hoch erotischen Texte des „Shir Hash-Shirim“, wie das Lied der Lieder ursprünglich auf Hebräisch hieß, in seinen Bann. Der Titel verrät, welch hoher Stellenwert diesem Liebeslied zugeschrieben wurde. Erst Martin Luther prägte den uns bekannten Begriff „Hohelied“. Die Sammlung der locker zusammengefügten Liebeslieder dürfte vielleicht im 4. Jahrhundert entstanden sein, das schließt nicht aus, dass einige Lieder erheblich älter sind und aus der Salomonischen Epoche stammen. Die Texte des Hoheliedes beflügelten seit jeher die Phantasie der Leser – musste doch immer wieder gerechtfertigt werden, wie die Lieder Aufnahme in den Kanon der heiligen Schriften gefunden hatten. Heute sehen wir uns einer Fülle von Übersetzungen und Nachdichtungen des Hoheliedes gegenüber. Keine ist völlig frei von persönlicher Färbung und sich spiegelndem Zeitgeist.

Collegium Vocale Bern

Wael Sami Elkholy, Oud und Gesang

Armin Bereuter, Kontrabass

Marc Fitze, Orgel

Leitung: Michael Kreis

 

Mit diesem Konzertprogramm hat sich das Collegium Vocale Bern den Texten des Hoheliedes auf unterschiedlichste Art zu nähern versucht. Sei es Dunstable im 15. Jahrhundert, seien es Victoria, Monteverdi im 16. Jahrhundert, Charpentier, Franck und Schütz im 17. Jahrhundert, Grieg im 19. Jahrhundert oder Walton und Duruflé im 20.Jahrhundert – jeder Tonschöpfer war geprägt durch seine Zeit und und konfrontiert uns dennoch mit persönlicher Sichtweise auf den von ihm vertonten Text.

 

Das Collegium Vocale Bern hatte das grosse Glück, dass der Komponist Wael Sami Elkholy sich mit den Texten des Hoheliedes auseinandergesetzt und ein fünfteiliges Werk für den Chor geschrieben hatte, welches im Rahmen dieses Konzerts uraufgeführt wurde. Dabei gilt es zu erwähnen, dass er in Ägypten, der Wiege der Hoheliedtexte, aufgewachsen ist. Die Klänge der arabischen Musik spielen denn auch in seiner Vertonung eine wichtige Rolle.

November 2013 - The Messiah

Am 16. November hat das Collegium Vocale Bern zusammen mit tollen Musikern und Solisten Händels Messiah zur Aufführung gebracht. Dieses Konzert hat bewiesen, dass der Messiah auch in kleiner Besetzung sehr ergreifend und eindrücklich sein kann. Minutenlange stehende Ovationen zeugten davon.

 

Reaktionen aus dem Publikum:

 

C. L. aus B.: Das Konzert war sehr berührend. Mit Liebe einstudiert und vorgeführt."


S. F. aus H.: "Das Konzert war sehr ergreifend, einfach fantastisch in jeder Hinsicht."

 

A. H. aus S.: "Tolle Leistung von einem kleinen, nicht professionellen Chor." 

M. M. aus L.: "Erstklassiger Chor, erstklassige SolistInnen, befeuernder, souveräner Dirigent. Stimmiges Orchester. Tolles, dankbares Publikum. Ein sehr bekanntes Werk im fast kammermusikalischen Gewand. Gratulation!"

 

C. S. aus B.: "Der Zauber des grossartigen Werks hat uns in seinen Bann gezogen."

 

U. W. aus B.: "Der Anlass war sehr stimmungsvoll, der Chor hervorragend geleitet mit all seinen Intonationen, Fortes und Pianos. Die Solisten waren allesamt sehr gut in der Intonation und verständlich, die Stimmen klar und wirklich schön geführt, rein und sauber.

Es war ein sehr gutes Konzert, das viel mitgab und in die Weihnachtszeit stimmungsvoll einführte."

Informationen zum Konzert

Das Collegium Vocale Bern ist mit grosser Wahrscheinlichkeit der erste nicht professionelle Chor in Bern, der den Messiah in der kleinen Besetzung des Kammerchors zur Aufführung bringt. Auf den ersten Blick mag die Idee, den Messiah mit nur rund fünfund-dreissig Sängerinnen und Sängern aufzuführen, etwas exotisch wirken. Es ist erstaunlich, dass Händel selbst an der Uraufführung in Dublin mit nur zwanzig auskam. Das lässt aufhorchen.

Diese kleine Besetzung kommt dem Collegium Vocale Bern mit seiner langen a capella Tradition entgegen. Mit viel Sorgfalt wird an der Qualität des Chorklanges gearbeitet, was sich beim Messiah einmal mehr auszahlen wird.

Das Barockorchester, mit Sabine Stoffer als Konzertmeisterin, garantiert mit historisch informierter Spielweise, dass das Klangbild transparent bleibt und Chor und Solisten dankbar zur Geltung kommen. In dieser Besetzung wird es möglich, genauer und detaillierter zu gestalten, auch in schnellen virtuosen Partien kann das Klangbild transparent gehalten werden, somit lebendiger und auch spontaner gestaltet werden, zwischen Chor, Solisten und Orchester entsteht ein Dialog.

Die Solopartien verlangen ein hochkarätig besetztes Solistenquartett: Wir freuen uns auf Anne-Florence Marbot - Sopran, Judith Lüpold - Alt, Simon Witzig - Tenor und Rudolf Rosen – Bass.

 

«The Messiah» gilt als grandioses Oratorium der Musikgeschichte und als ein grossartiges Zeugnis abendländischer Kultur. Seit seiner Entstehung im Jahre 1741 hat es nichts von seiner Faszination und von seiner tief bewegenden Wirkung eingebüsst.

Händel komponierte das Werk im Alter von 56 Jahren basierend auf Texten aus dem Alten und Neuen Testament. Nach seiner langwierigen, schweren Krankheit hat Händel damit seinen persönlichen Dank für die Genesung zum Ausdruck gebracht. In einer grenzenlosen Hochstimmung und in der unglaublich kurzen Zeit von nur 22 Tagen hat er die Partitur niedergeschrieben. Nachdem er im zweiten Teil das «Halleluja» beendet hatte, soll er tränenüberströmt ausgerufen haben: «Ich glaubte den Himmel offen und den Schöpfer aller Dinge selbst zu sehen.»

 

Anne-Florence Marbot, Sopran
Judith Lüpold, Alt
Simon Witzig, Tenor
Rudolf Rosen, Bass

Ein Barockorchester

Sabine Stoffer, Konzertmeisterin

Jürg Brunner, Orgel - Continuo

Michael Kreis, Leitung

 

Daten

Samstag, 16. November 2013, 19.30 Uhr
Heiliggesitkirche Bern

September 2013 - Wie ein Gewitter im Sommer

Wie ein Gewitter im Sommer – dieser Titel steht als Metapher für dieses A-Cappella-Programm.

 

Nach heiteren Gesängen aus dem Leben zieht am heissen Sommertag ein Gewitter auf, Wolken, Hitze, die Sonne verschwindet allmählich und wir begegnen dem Tod: Mit Tomas Luis de Victorias sechsstimmigem Requiem gedenken wir den Verstorbenen.

 

Das Gewitter ist vorbei, die Regenwolken lösen sich auf und die Sonne erstrahlt von Neuem: Mit der höchstwahrscheinlich von Luther persönlich in Auftrag gegebenen Motette Non moriar, sed vivam / Ich werde nicht sterben, sondern leben vom Schweizer Komponisten Ludwig Senfl werden wir wieder ins Hier und Jetzt zurückgeführt, ins Leben mit all seinen schönen und nachdenklichen Seiten. Dabei erklingen Gesänge von Lassus, Bruck, Widmann und Felix Mendelssohn, alles Werke der Renaissance, des Frühbarock und nur ganz zum Schluss der Romantik. Mit der akustisch wie architektonisch prachtvollen Kirche Amsoldingen hätte kein besserer Ort zur zweiten Aufführung gewählt werden können.

 

Daten

  8. September 2013, 17.00 Uhr, Orangerie Elfenau, Bern
13. September 2013, 19.45 Uhr, Kirche Amsoldingen
15. September 2013, 17.00 Uhr, Kirche Unterseen

Reaktionen

Berner Oberländer, 17. September 2013: