Mai 2018 - VierEinig, Schweizer Volkslieder damals und heute

Freitag/Samstag, 04./05. Mai 2018, 20.00 Uhr, Schloss Holligen

Helena Winkelmann
Helena Winkelmann

Im Programm "VierEinig" präsentiert das Collegium Vocale Bern traditionelle Volkslieder aus allen vier Landesteilen in einem zeitgenössischen Klanggewand.

 

Die Basler Komponistin, Helena Winkelmann, Komponistin Caroline Charrière aus Freiburg und der Berner Komponist und Sänger, Erwin Hurni, haben sich diesen altbekannten Volksliedern angenommen, sie neu arrangiert und sie ins Hier und Jetzt gesetzt.

 

Caroline Charrière
Caroline Charrière

Helena Winkelmann und Caroline Charrière haben ihre Bearbeitungen für Chor und Instrumentalisten als Kompositionsaufträge für die Basler Vokalsolisten geschrieben. Ihre Instrumentierungen sind herausfordernd, farbig und apart gewählt: Zink, Hackbrett, Klarinette, Violine, Cello und Kontrabass begleiten den Chor, der ein- bis neunstimmig musiziert.

 

 

 

Erwin Hurni
Erwin Hurni

Die im Auftrag des Collegiums Vocale Bern entstandenen acht Volkslied-Bearbeitungen von Erwin Hurni werden a-cappella vorgetragen.

 

Im Konzert erleben Sie ein Programm, das bekannte, berührende Volkslied-Melodien in vier Landesprachen und verschiedensten Dialekten präsentiert. 

 

Leitung

 

Hackbrett

Zink

Klarinette

Violine

Violoncello

 Kontrabass

Michael Kreis

 

Florin Grüter

Núria Sanromà Gabàs

Nils Kohler

Daniel Meller

Raphael Heggendorn

Roland Maibach


Dezember 2017 - merry christmas

Samstag, 09. Dezember 2017, 19.30 Uhr, Heiliggeistkirche Bern

Juni 2017 - Gesang der Nacht

Konzerte mit dem Trio tacchi alti sowie Uraufführungen von Selga Mence

tacchi alti

tacchi alti ist bekannt für unkonventionelle und spannende Programme; jedes Jahr geht das Ensemble mit einem andern Programm auf Schweizer Tournee.

Die Flötistin Barbara-Gabriella Bossert und die Harfenistin Kathrin Bertschi haben sich während ihres Studiums an der Musikhochschule in Luzern kennengelernt und gründeten vor neun Jahren das Ensemble tacchi alti. Ein wenig später ist der Bratschist Hannes Bärtschi zu dem Duo gestossen und machte das Trio perfekt. Seitdem haben sie Hunderte von Konzerten in der Schweiz und im Ausland gespielt.

tacchi alti ist ein hochstehendes Kammermusikensemble, welches aus der Kernbesetzung Flöte, Harfe und Bratsche besteht, und je nach Projekt mit andern Instrumentalisten, Sängern, Schauspielern oder Tänzern ergänzt wird.

Das Ensemble ist fester Bestandteil der Aargauer Kulturlandschaft.

Selga Mence

Die aus Riga stammende Selga Mence ist die bedeutendste lebende Komponistin Lettlands für Vokal- und Kammermusik.

Seit 1985 ist sie an der lettischen Musikakademie in Riga als Dozentin tätig, seit kurzem auch als Professorin und Leiterin der Abteilung Komposition. Chorwerke von Selga Mence werden vom lettischen Radio-Chor, dem Staats-Chor Lettland, an lettischen Volksongs Festivals und auch an diversen Festivals ausserhalb von Lettland aufgeführt. Mehrere Chöre, die mit ihren Werken auftraten, haben bei internationalen Wettbewerben Preise gewonnen.

 

Selga Mences lebhaften Emotionen, ihre munteren Musikbilder, ihre Bewunderung für lettische Volkslieder und deren traditionelles und kräftiges Ethos spiegeln sich in ihren Chorliedern wider. Sie lässt beliebte lettische Volksmelodien und Texte, welche eng verbandelt sind mit den lettischen romantischen Traditionen, durch ihre zeitgenössischen Kompositionstechniken metamorphosieren, und verwischt so die Grenzen zwischen den arrangierten und den ursprünglichen Volksliedern. Die Kompositionen von Selga Mence erforschen die Klangfülle und bedienen sich der spielerischen Improvisation, welche für die aleatorische Technik charakteristisch ist. Melodisches Material ist eines der wichtigsten Facetten ihrer Musik und wird von der Komponistin absichtlich und logisch entfaltet, um ihr Werk erstrahlen zu lassen.

Dezember 2016 - Christmas Carols

 

Collegium Vocale Bern

 

Christmas Carols

 

Leitung Michael Kreis

 

Streichorchester Ad hoc

 

Samstag 3. Dezember 2016,

19.30 Uhr

 

Französische Kirche Bern

 

 

 

 

 

 

Merry Christmas

Wer sich im Dezember mit musikalisch gespitzten Ohren in England

bewegt, trifft sie auf Schritt und Tritt, in den Kirchen, im

Konzertsaal, in den Schulen, aber auch aus den Lautsprechern im

Warenhaus erklingen sie: Die Christmas Carols, alte und neue.

 

 

Das Carol hat seinen Ursprung im 12. Jahrhundert in Frankreich als Carole oder Kreistanz- und Prozessionslied. Bis zum 15. Jahrhundert war der Begriff in England, besonders für die Lieder der

Weihnachtszeit, fest verankert. Ab dem 19. Jahrhundert erlebten diese Lieder eine Renaissance, die bis heute in England ununterbrochen anhält. Es gibt Carols für die Osterzeit, für den Advent, aber auch weltliche Carols. Doch es ist an Weihnachten, wo man die meisten und schönsten dieser populären Texte und Melodien findet.

 

Die Caroltexte und Melodien in unserem Programm umspannen fast 600 Jahre. John Rutter, der Komponist, Arrangeur, Dichter und Herausgeber von mehreren wichtigen Carol-Sammlungen, der 2015 seinen siebzigsten Geburtstag feiern durfte , darf natürlich in unserem Programm nicht fehlen.

 

Das Collegium Vocale Bern freut sich mit Ihnen auf ein besinnliches Programm, das begleitet wird von einem Streichorchester ad hoc.

November 2016 - Vesper in der Schlosskirche Interlaken

 

Antonín Dvořák: Messe in D-Dur

Jonann Baptist Hilber: Motetten

 

Flyer: zum Vergrössern bitte anklicken.

September 2016 - Gioacchino Rossini: Petite Messe solennelle

War Rossinis „Petite Messe solennelle" in der Fassung für zwei Klaviere und Harmonium dem Konzertpublikum vor dreissig Jahren so gut wie unbekannt, ist sie bald vom „Geheimtipp für Musikliebhaber" zu einem beliebten und gerne aufgeführten „Bonbon" der romantischen Chorliteratur geworden. Die bescheidene Besetzung und die oft scheinbar einfache musikalische Textur des Chorsatzes trägt zur Beliebtheit des Werkes bei. Gerade auch bei kleineren Chören, welchen die grosse romantische Konzertliteratur schon allein wegen der Besetzung nicht zugänglich ist.

 

Rossinis „Petite Messe solennelle" entstand 1863 in Passy bei Paris, wo der Komponist eine Villa gekauft hatte. Für die Einweihung der Privat-kapelle seines Freundes, des Grafen Michel-Frédéric Pillet-Will, schuf Rossini dieses Werk in der Besetzung für 2 Klaviere, Harmonium, Soli und Chor. Dabei hatte der Komponist, möglicherweise wegen der beengten räumlichen Verhältnisse, die Vorstellung von einem Chor von acht (professionellen) Sängern, welcher in vielen Partien von den vier Solisten verstärkt wird.

 

Mit Rossinis eigenen Worten, auf der zweiten Seite der Partitur vermerkt:

 

„12 Sänger von drei Geschlechtern - Männer, Frauen und Kastraten werden genug sein für ihre Aufführung, d.h. acht für den Chor, vier für die Soli, insgesamt also 12 Cherubine. Lieber Gott, verzeih mir die folgende Gedankenverbindung: 12 an der Zahl sind auch die Apostel in der berühmten Fressszene gemalt im Fresco von Leonardo, welches man „Das letzte Abendmahl" nennt; wer würde es glauben! Es gibt unter Deinen Jüngern solche, die falsche Töne anschlagen! Lieber Gott, beruhige Dich, ich behaupte, dass kein Judas bei meinem Mahle sein wird, und dass die Meinen richtig und mit Liebe Dein Lob singen werden..."

  

© by Stefan Schuck

Juni 2016 - Georg Friedrich Händel: Dixit Dominus

 

Collegium Vocale Bern

 

Orchestre Le Moment Baroque

Vital Julian Frey, Cembalo

 

Anne Montandon, Sopran

Bea van der Kamp, Sopran

Javier Robledano Cabrera, Altus

Achim Glatz, Tenor

Ismael Arroniz, Bass

 

Leitung: Michael Kreis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Georg Friedrich Händel:             Nisi Dominus für Soli, Chor und Orchester

 

Peteris Vasks:                                The Fruit of Silence für Chor a cappella von 2013

 

Georg Friedrich Händel:             Concerto grosso d-moll HWV 328 für Orchester

 

Peteris Vasks:                                Pater Noster für Chor a cappella von 1991

 

Georg Friedrich Händel:             Dixit Dominus für Soli, Chor und Orchester

Die Werke

Der junge Händel ist 1707 noch nicht „The Charming Brute“, als den ihn eine Londoner Karikatur fünf Jahre vor seinem Tod verspottete. In Italien ist der Protestant aus Halle an der Saale der „divino sassone“, der göttliche Sachse, der alle in Erstaunen setzt und sich in Rom mit Eifer in die katholische Kirchenmusik „reinkomponiert“ - und das macht er, wie die beiden Stücke Werke beweisen, mit sicherem Gespür und spiritueller Bravour. Er weiss, was seine römischen Gönner zu hören wünschen und erfüllt ihre Erwartungen mit seiner Musik, die einfallsreich und sensibel auf die Texte Bezug nimmt. Und in Rom sind diese immer auch tönendes Theater, das in neuen Klängen zu inszenieren ist.

 

Händels Vesperpsalm Nisi Dominus (Psalm 127), entstand  1707 in Rom für das Fest der Madonna del Monte Carmel. Er steht ganz in der Tradition der konzertanten mehrchörigen Motette, die im Rom der späten Barockzeit besonders gepflegt wurde. Die Psalmvertonung besticht - trotz der liturgisch gebotenen Kürze der Einzelsätze - durch festliche Klangfülle, kontrastierende Besetzungswechsel sowie typisch Händel’sche Bildkraft und Prägnanz.

 

Also grandiose Musik eines 22-jährigen Georg Friedrich Händel. 1707 entstand ebenfalls das Dixit Dominus. Es ist nicht nur Händels erstes gewichtiges Werk auf dem Gebiet der Kirchenmusik, es übersteigt auch in Umfang und Anlage deutlich seine beiden anderen lateinischen Psalmvertonungen. So unklar der genaue Zeitpunkt und Anlass der Uraufführung ist, so universell lässt sich das Werk heute im festlichen Gottesdienst oder Konzert aufführen.

Wenn zum Beispiel der Herr spricht, dann wiederholt Händel das „Dixit Dominus“ so oft, bis es auch der letzte, fast taube Diener Gottes gehört hat. Und wenn dieser „Dominus ... confregit in die irae suae reges“, wenn er am Tag des Zorns die Könige „zerschmettert“ wird, dann wühlt das Orchester im Untergrund unentwegt und lässt keinen Zweifel offen, dass es hier um Leben und Tod geht.

 

In der Mitte des Programms spielt das Orchester Händels „Concerto grosso“ in d-moll, HWV 328.

 

Und direkt vor bzw. nach Händels „Concerto grosso“ singt der Chor zwei A-Cappella-Werke vom lettischen Komponisten Peteris Vasks. Das 2013 entstandene „The Fruit of Silence“ und das „Pater Noster“ von 1991. Diese sphärische und meditative Musik bringt uns jeweils zurück in die Ruhe.

Dezember 2015 - Merry Christmas

Juni 2015 - Gioacchino Rossini: Petite Messe solennelle

War Rossinis „Petite Messe solennelle" in der Fassung für zwei Klaviere und Harmonium dem Konzertpublikum vor dreissig Jahren so gut wie unbekannt, ist sie bald vom „Geheimtipp für Musikliebhaber" zu einem beliebten und gerne aufgeführten „Bonbon" der romantischen Chorliteratur geworden. Die bescheidene Besetzung und die oft scheinbar einfache musikalische Textur des Chorsatzes trägt zur Beliebtheit des Werkes bei. Gerade auch bei kleineren Chören, welchen die grosse romantische Konzertliteratur schon allein wegen der Besetzung nicht zugänglich ist.

 

Rossinis „Petite Messe solennelle" entstand 1863 in Passy bei Paris, wo der Komponist eine Villa gekauft hatte. Für die Einweihung der Privat-kapelle seines Freundes, des Grafen Michel-Frédéric Pillet-Will, schuf Rossini dieses Werk in der Besetzung für 2 Klaviere, Harmonium, Soli und Chor. Dabei hatte der Komponist, möglicherweise wegen der beengten räumlichen Verhältnisse, die Vorstellung von einem Chor von acht (professionellen) Sängern, welcher in vielen Partien von den vier Solisten verstärkt wird.

 

Mit Rossinis eigenen Worten, auf der zweiten Seite der Partitur vermerkt:

 

„12 Sänger von drei Geschlechtern - Männer, Frauen und Kastraten werden genug sein für ihre Aufführung, d.h. acht für den Chor, vier für die Soli, insgesamt also 12 Cherubine. Lieber Gott, verzeih mir die folgende Gedankenverbindung: 12 an der Zahl sind auch die Apostel in der berühmten Fressszene gemalt im Fresco von Leonardo, welches man „Das letzte Abendmahl" nennt; wer würde es glauben! Es gibt unter Deinen Jüngern solche, die falsche Töne anschlagen! Lieber Gott, beruhige Dich, ich behaupte, dass kein Judas bei meinem Mahle sein wird, und dass die Meinen richtig und mit Liebe Dein Lob singen werden..."

 © by Stefan Schuck

 

Reaktionen auf das Konzert:

 

R. S. aus Linden:

Es war mit das beste Konzert, das ich in den letzten Jahren in Bern gehört habe:

Eine wunderbare Arbeit, in der Musiker, Solisten und Chor auf hohem, technischen und musikalischen Niveau miteinander musiziert haben.

 

E. H. aus Langenthal:

Ein sehr eindrückliches Erlebnis; wunderbare Klangwelt und grosse Homogenität im Chor; wünsche mir weiterhin solche Werke!

 

N. H. aus Rubigen: 

War hohe Qualität: Solosänger, Chor und Musiker. Das Gesamtpaket war einmalig!

.

M. L. aus Langenthal:

 

Ich kenne das Collegium Vocale Bern als ganz wunderbaren Chor - und bei jedem Besuch bin ich überzeugt, das eben gehörte war das allerschönste Konzert. So ist es mir auch gestern ergangen. Das "Cum Sancto Spiritu" war geradezu eine Offenbarung. Vielen herzlichen Dank für die lebendige schnörkellose Aufführung.

Juni 2014 - Meine Freundin, du bist schön

Vertonungen aus dem Hohelied der Liebe

 

John Dunstable (1390-1453) - Quam pulchra es et quam decora

Tomas Luis de Victoria (1548-1611) - Nigra sum sed formosa

Claudio Monteverdi (1567-1643) - Pulchrae sunt genae tuae

Melchior Franck (1580-1639) - Fahet uns die Füchse / Meine Schwester, liebe Braut

Heinrich Schütz (1585-1672) - Stehe auf, meine Freundin

Giacomo Carissimi (1604-1674) - Pulchra et decora

Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) - Pulchra es et decora

Edvard Grieg (1843-1907) -  Hvad est du dog skjön

William Walton (1902-1983) -  Set me as a seal upon thine heart

Maurice Duruflé (1902-1986) - Tota pulchra es

Wael Sami Elkholy (*1976) -  „Hohe Liebe“ Uraufführung

 

Daten:

Freitag, 20. Juni 2014, 20.00 Uhr

Samstag, 21.Juni 2014, 20.00 Uhr

Kapelle der Französischen Kirche Bern


 

Collegium Vocale Bern

Wael Sami Elkholy, Oud und Gesang

Armin Bereuter, Kontrabass

Marc Fitze, Orgel

Leitung: Michael Kreis

Bis heute ziehen uns die poetischen und hoch erotischen Texte des „Shir Hash-Shirim“, wie das Lied der Lieder ursprünglich auf Hebräisch hieß, in seinen Bann. Der Titel verrät, welch hoher Stellenwert diesem Liebeslied zugeschrieben wurde. Erst Martin Luther prägte den uns bekannten Begriff „Hohelied“. Die Sammlung der locker zusammengefügten Liebeslieder dürfte vielleicht im 4. Jahrhundert entstanden sein, das schließt nicht aus, dass einige Lieder erheblich älter sind und aus der Salomonischen Epoche stammen. Die Texte des Hoheliedes beflügelten seit jeher die Phantasie der Leser – musste doch immer wieder gerechtfertigt werden, wie die Lieder Aufnahme in den Kanon der heiligen Schriften gefunden hatten. Heute sehen wir uns einer Fülle von Übersetzungen und Nachdichtungen des Hoheliedes gegenüber. Keine ist völlig frei von persönlicher Färbung und sich spiegelndem Zeitgeist.

Collegium Vocale Bern

Wael Sami Elkholy, Oud und Gesang

Armin Bereuter, Kontrabass

Marc Fitze, Orgel

Leitung: Michael Kreis

 

Mit diesem Konzertprogramm hat sich das Collegium Vocale Bern den Texten des Hoheliedes auf unterschiedlichste Art zu nähern versucht. Sei es Dunstable im 15. Jahrhundert, seien es Victoria, Monteverdi im 16. Jahrhundert, Charpentier, Franck und Schütz im 17. Jahrhundert, Grieg im 19. Jahrhundert oder Walton und Duruflé im 20.Jahrhundert – jeder Tonschöpfer war geprägt durch seine Zeit und und konfrontiert uns dennoch mit persönlicher Sichtweise auf den von ihm vertonten Text.

 

Das Collegium Vocale Bern hatte das grosse Glück, dass der Komponist Wael Sami Elkholy sich mit den Texten des Hoheliedes auseinandergesetzt und ein fünfteiliges Werk für den Chor geschrieben hatte, welches im Rahmen dieses Konzerts uraufgeführt wurde. Dabei gilt es zu erwähnen, dass er in Ägypten, der Wiege der Hoheliedtexte, aufgewachsen ist. Die Klänge der arabischen Musik spielen denn auch in seiner Vertonung eine wichtige Rolle.

November 2013 - The Messiah

Am 16. November hat das Collegium Vocale Bern zusammen mit tollen Musikern und Solisten Händels Messiah zur Aufführung gebracht. Dieses Konzert hat bewiesen, dass der Messiah auch in kleiner Besetzung sehr ergreifend und eindrücklich sein kann. Minutenlange stehende Ovationen zeugten davon.

 

Reaktionen aus dem Publikum:

 

C. L. aus B.: Das Konzert war sehr berührend. Mit Liebe einstudiert und vorgeführt."


S. F. aus H.: "Das Konzert war sehr ergreifend, einfach fantastisch in jeder Hinsicht."

 

A. H. aus S.: "Tolle Leistung von einem kleinen, nicht professionellen Chor." 

M. M. aus L.: "Erstklassiger Chor, erstklassige SolistInnen, befeuernder, souveräner Dirigent. Stimmiges Orchester. Tolles, dankbares Publikum. Ein sehr bekanntes Werk im fast kammermusikalischen Gewand. Gratulation!"

 

C. S. aus B.: "Der Zauber des grossartigen Werks hat uns in seinen Bann gezogen."

 

U. W. aus B.: "Der Anlass war sehr stimmungsvoll, der Chor hervorragend geleitet mit all seinen Intonationen, Fortes und Pianos. Die Solisten waren allesamt sehr gut in der Intonation und verständlich, die Stimmen klar und wirklich schön geführt, rein und sauber.

Es war ein sehr gutes Konzert, das viel mitgab und in die Weihnachtszeit stimmungsvoll einführte."

Informationen zum Konzert

Das Collegium Vocale Bern ist mit grosser Wahrscheinlichkeit der erste nicht professionelle Chor in Bern, der den Messiah in der kleinen Besetzung des Kammerchors zur Aufführung bringt. Auf den ersten Blick mag die Idee, den Messiah mit nur rund fünfund-dreissig Sängerinnen und Sängern aufzuführen, etwas exotisch wirken. Es ist erstaunlich, dass Händel selbst an der Uraufführung in Dublin mit nur zwanzig auskam. Das lässt aufhorchen.

Diese kleine Besetzung kommt dem Collegium Vocale Bern mit seiner langen a capella Tradition entgegen. Mit viel Sorgfalt wird an der Qualität des Chorklanges gearbeitet, was sich beim Messiah einmal mehr auszahlen wird.

Das Barockorchester, mit Sabine Stoffer als Konzertmeisterin, garantiert mit historisch informierter Spielweise, dass das Klangbild transparent bleibt und Chor und Solisten dankbar zur Geltung kommen. In dieser Besetzung wird es möglich, genauer und detaillierter zu gestalten, auch in schnellen virtuosen Partien kann das Klangbild transparent gehalten werden, somit lebendiger und auch spontaner gestaltet werden, zwischen Chor, Solisten und Orchester entsteht ein Dialog.

Die Solopartien verlangen ein hochkarätig besetztes Solistenquartett: Wir freuen uns auf Anne-Florence Marbot - Sopran, Judith Lüpold - Alt, Simon Witzig - Tenor und Rudolf Rosen – Bass.

 

«The Messiah» gilt als grandioses Oratorium der Musikgeschichte und als ein grossartiges Zeugnis abendländischer Kultur. Seit seiner Entstehung im Jahre 1741 hat es nichts von seiner Faszination und von seiner tief bewegenden Wirkung eingebüsst.

Händel komponierte das Werk im Alter von 56 Jahren basierend auf Texten aus dem Alten und Neuen Testament. Nach seiner langwierigen, schweren Krankheit hat Händel damit seinen persönlichen Dank für die Genesung zum Ausdruck gebracht. In einer grenzenlosen Hochstimmung und in der unglaublich kurzen Zeit von nur 22 Tagen hat er die Partitur niedergeschrieben. Nachdem er im zweiten Teil das «Halleluja» beendet hatte, soll er tränenüberströmt ausgerufen haben: «Ich glaubte den Himmel offen und den Schöpfer aller Dinge selbst zu sehen.»

 

Anne-Florence Marbot, Sopran
Judith Lüpold, Alt
Simon Witzig, Tenor
Rudolf Rosen, Bass

Ein Barockorchester

Sabine Stoffer, Konzertmeisterin

Jürg Brunner, Orgel - Continuo

Michael Kreis, Leitung

 

Daten

Samstag, 16. November 2013, 19.30 Uhr
Heiliggesitkirche Bern

September 2013 - Wie ein Gewitter im Sommer

Wie ein Gewitter im Sommer – dieser Titel steht als Metapher für dieses A-Cappella-Programm.

 

Nach heiteren Gesängen aus dem Leben zieht am heissen Sommertag ein Gewitter auf, Wolken, Hitze, die Sonne verschwindet allmählich und wir begegnen dem Tod: Mit Tomas Luis de Victorias sechsstimmigem Requiem gedenken wir den Verstorbenen.

 

Das Gewitter ist vorbei, die Regenwolken lösen sich auf und die Sonne erstrahlt von Neuem: Mit der höchstwahrscheinlich von Luther persönlich in Auftrag gegebenen Motette Non moriar, sed vivam / Ich werde nicht sterben, sondern leben vom Schweizer Komponisten Ludwig Senfl werden wir wieder ins Hier und Jetzt zurückgeführt, ins Leben mit all seinen schönen und nachdenklichen Seiten. Dabei erklingen Gesänge von Lassus, Bruck, Widmann und Felix Mendelssohn, alles Werke der Renaissance, des Frühbarock und nur ganz zum Schluss der Romantik. Mit der akustisch wie architektonisch prachtvollen Kirche Amsoldingen hätte kein besserer Ort zur zweiten Aufführung gewählt werden können.

 

Daten

  8. September 2013, 17.00 Uhr, Orangerie Elfenau, Bern
13. September 2013, 19.45 Uhr, Kirche Amsoldingen
15. September 2013, 17.00 Uhr, Kirche Unterseen

Reaktionen

Berner Oberländer, 17. September 2013: